ZUKUNFTS

INSTITUT

K A S S E L

 

 

MEIKE JORDAN

LEA KIRCHER

Als neuer Forschungsstandort des ehemaligen Kassler Industriestadtteils Nord-Holland entsteht das Zukunftsinstitut ZIK. Der Standort zeichnet sich durch die prominente Lage an der Holländischen Straße, umgeben von heterogener Bebauung, am Rande des zentralen Uni-Campus aus. Das Institut forscht in diversen Bereichen zukünftiger Entwicklungen und vereint dabei Fachdisziplinen wie Mobilität, Wohnen, Nahrung und Natur. Im Fokus steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kommunikation der Forschungsfelder, sowie der übergreifende Austausch mit der Gesellschaft und dem Umfeld. Auf der östlichen Gebäudeseite entsteht eine öffentliche Platzsituation, um den Besucherstrom von der Hauptstraße abzuleiten und neue Aufenthaltsqualitäten zu schaffen.Die kubische Form des Gebäudekomplexes wird durch ein Atrium aufgelockert, sodass eine Orientierung der Räume ins Innere erfolgen kann und eine verbesserte Belichtung ermöglicht wird. Die Drehung des Atriums erzeugt auf den Nebenzonen der Etagen besondere Raumsituationen. So entstehen sowohl offene Arbeitslandschaften in tiefen Raumbereichen als auch geschlossenere Räume. Ein Angebot an Aufenthaltsmöglichkeiten für neue Arbeitsprozesse wird entwickelt.Zusätzlich werden entlang der Ost- und Nordseite Freibereiche in die Kubatur eingeschnitten, wodurch eine Abtreppung im Innenraum geschaffen wird. Entlang dieser Zonen entstehen besondere Kommunikationsräume, die durch Überhöhungen interagieren. Außerdem wird eine Kommunikation mit dem Außenraum ermöglicht, sodass ein dauerhafter Austausch zwischen Innen und Außen stattfinden kann.Auf den Freiräumen befinden sich neben öffentlichen Angeboten auch interne Funktionsflächen. Als öffentliches Angebot steht neben dem Foyer für Ausstellungen und Sälen für Veranstaltungen eine Bibliothek mit Café im 1. OG zur Verfügung. Daran schließen sich ein zentraler Treffpunkt für die Mitarbeiter und ein Dachgarten an. Dieser dient sowohl als Anbaufläche für Forschungszwecke, als auch zur Erholung und als energetischer Puffer.Der Nachhaltigkeitsgedanke der Architektur spiegelt sich im Inneren durch nutzungsflexible und adaptive Räume wider. Außen zeigt sich das Gebäude unter dem Aspekt der Energieeffizienz. PV-Elemente auf dem Dach und integriert in der Fassade demonstrieren zudem den Plus-Energie-Standard.

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