Simon Reitz, Louis Menze
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Das Entwurfskonzept fußt auf der Vorstellung einer utopischen Gesellschaft, die in einem ersten Konzept zu beschreiben war. Die ‚Ideale‘ dieser Utopie wurden schließlich auf fünf Grundbegriffe reduziert: Demokratieprinzip, Flexibilität, Individualität, Nachhaltigkeit, sowie Autarkie.
Der abschließende Entwurf versucht diesen Begriffen gerecht zu werden. So bildet die Konstruktion eine Art übergeordnete Struktur, die Raum für diverse Nutzungsmöglichkeiten und -szenarien bietet. Variierende Geschosshöhen ermöglichen die Integration unterschiedlicher ‚Wohnmodule‘, die nach dem Prinzip eines Ausbau-Hauses durch ihre Bewohner individuell fertiggestellt und genutzt werden können. Das fünfte Geschoss dient als ‚Gewächshaus‘, durch das der Komplex mittels Urban Farming und Aquaponik Mehrwert produzieren kann. Die Erzeugnisse können im Sinne kurzer Wege und einer autarken Quartiersgemeinschaft im Erdgeschoss gekauft und im dort befindlichen Café verarbeitet werden.
Besondere Funktionsräume bieten Platz für weitere, vielschichtige Nutzungen. Sie können als Ausstellungsräume, Ateliers, Gemeinschaftsräume oder Workshops genutzt werden und bieten den Bewohnern und Nutzern der Struktur Möglichkeiten zu Mitwirkung, Gestaltung und Selbstorganisation.
Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang auch die Zwischen-Räume der Geschosse, die mit verschiedenen Aktivitäten und Angeboten gefüllt werden, aber auch Raum zur Aneignung, zur informellen Begegnung und zum Durchstreifen der Gebäudestruktur genutzt werden können.
Die prinzipiell eigenständig funktionstüchtige Grundeinheit, mit einer BGF von 7803 m² und einem BRI von 52897 m³ ist als erweiterbarer ‚Kern‘ konzipiert, sodass sie sich flexibel ‚fortpflanzen‘ kann. Dabei kann die Gesamtstruktur an Attraktivität gewinnen, wie sich etwa am begrünten Dachgarten zeigt. Dieser bildet eine parkähnliche Landschaft, die sowohl zu Erholung und Begegnung einlädt, als auch Aktivitäten bietet und fördert.

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