FG Landschaftsarchitektur | Entwurf - Prof. Dipl.Ing. Ariane Röntz,

Dipl.Ing. M.Sc. Anne Mertins, M.Sc. Margarete Arnold

 

Projekt STADT PARK SCHULE

WiSe 2020/21

 

Simon Tröger

 

 

 

Städtebauliche Verbindung

 

Mit dem neuen Westpark Kassel entsteht ein neuer grüner Freiraum, der den Mittelpunkt der Wilhelmshöher Allee darstellt und somit die beiden existierenden Parks in Wilhelmshöhe und der Karlsaue in der Innenstadt besser miteinander verbindet.

In der Analyse hat sich vor allem eine Teilung des Projektgebiets in 2 relativ unterschiedliche Bereiche herausgestellt. Während der Schulhof der Heinrich-Schütz-Schule (HSS) inklusive der daran anschließenden Goetheanlage weitgehend klare Raumkanten aufweisen, zeigen die umliegenden Räume zum großen Teil deutlich weniger geordnete Merkmale auf. Eine Nutzer-Analyse hat ergeben, dass diese Bereiche auch weniger frequentiert sind.

 

2-Teilung

Frequentierung

Standort Pavillon als Zentrum

 

Neben der städtebaulichen Verbindung des Parks auf übergeordneter Ebene, soll mit dem Konzept auf untergeordneter Ebene ein räumliches Verbinden der Teilräume stattfinden, das einen zusammenhängenden (Stadt-)Park erzeugt. Dabei besonders wichtig sind der Umgang mit der Vegetation sowie der Wegeführung, sodass der Aspekt der Blickbeziehung eine große Rolle bei der Vernetzung der Räume spielt.  

 

Lageplan M 1:500 (skaliert)

 

Die bereits existierende 2-Teilung des Areals wird beibehalten, jedoch nun etwas anders interpretiert. Es gibt nun mehrere Verbindungspunkte zu den umliegenden Räumen sowie einen Rundweg, sodass eine räumliche Vernetzung zu der Umgebung erreicht wird. Jedoch soll die hohe Frequentierung im Bereich Goetheanlage-HSS aufgegriffen und noch gestärkt werden, während sich die anderen Teilräume vorwiegend durch ruhigere Eigenschaften/ Atmosphären auszeichnen. Dadurch ergibt sich eine 2-Teilung, die sich in erster Linie auf die Nutzung beschränkt.

 

Der Standort des Pavillons stellt nicht nur auf dem Konzeptlageplan den Mittelpunkt dar, sondern fungiert auch für den Park als zentraler Knoten-, Ausgangs-/End-, und Treffpunkt. Hier treffen verschiedene Zugänge aufeinander und die unterschiedlichen Teilräume verschmelzen miteinander. Aufgrund der topografischen Situation stehen Blickbeziehungen besonders im Fokus.

Denkbar ist es, den Pavillon als kleinen Kiosk zu nutzen, wodurch die historische Nutzung an diesem Ort aufgegriffen werden würde und die Bedeutung des Standorts dadurch auch weiter gestärkt werden könnte.  

 

Rundweg

Flächen

Übergänge

Blickbeziehungen

Baumstandorte

Direkte Wegeverbindungen

Lageplan M 1:200 (skaliert)

 

Durch die Wegnahme des Auto-Verkehrs im Bereich zwischen HSS und Goetheanlage soll die Verbindung zwischen den Freiräumen verbessert werden und mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit geschaffen werden. Östlich daran schließt die sogenannte „Rasen-Tribüne“ an, die einen Ausblick in die Goetheanlage und die Goethe-Arena ermöglicht und als Ort des Verweilens fungiert.

Westlich der Straßenbahntrasse schließt der Pausenhof der HSS an, der angelehnt an die geordnete Struktur des Gebäudes, formale Formen aufweist. Neben zwei großflächigen Spielbereichen mit Rückzugsorten auf wassergebundener Decke erhält die Schule auch einen betonierten Vorplatz, der der hohen Nutzung an diesem Ort gerecht wird. Von dort aus ergeben sich drei axiale Wege, die sich außerhalb des Schulgeländes fortsetzen und damit direkte Verbindungen schaffen.

Während in den Bereichen HSS-Goetheanlage eine hohe Nutzung gerade in den Bereichen Spiel und Sport ermöglicht wird, können die anderen Bereiche des neuen Westparks als Orte der Ruhe/ Entspannung verstanden werden, die insbesondere durch den Rundweg und den Verbindungspunkten miteinander gut vernetzt sind.

Schnittansicht M 1:500 (skaliert)

Verbindungspunkt Schule Ost

Modell M 1:500

× ×