Dienstag
16:00 - 16:30
analog
12.07.22
Architekturtheorie und Entwerfen — Prof. Philipp Oswalt
Pferdestallbaracke 260/9 (OKH) – Rundgangspräsentation
Treffpunkt:
ASL Neubau
Straße und Hausnummer:
Universitätsplatz 9
PLZ und Stadt:
Kassel
Gebäudename, Etage, Raumnummer:
Neubau ASL, EG, 0106
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Studierende:
Tutor*innen:
Lehrende:
Philipp Oswalt, Andreas Buss
Ansprechpartner*in:
Andreas Buss
Kontakt Ansprechpartner*in:
Das Projekt ist der Erinnerung an die Shoah gewidmet. In einer Zeit, in der so gut wie alle Zeitzeugen verstorben sind, bekommen andere Zeugnisse, eben auch bauliche, eine besondere Relevanz. Besonders den Häftlingsbaracken kommt als ein zentraler Ort des Häftlingsalltags und -leidens eine zentrale Bedeutung zu. Diese sind jedoch selten erhalten, da sie nie für Dauer konzipiert waren. Ein vergessenes Exemplar haben wir aber kürzlich in Nordbayern sichern können. Dessen Dokumentation, die Bergung und der Entwurf für den Wiederaufbau in einem musealen Kontext sind Thema unseres Design/Build Projekts. Das Projekt knüpft inhaltlich an die DAAD-Gastprofessur von Prof. Dr. Robert Jan van Pelt an, der es als Experte begleitet. „Unsere“ Pferdestallbaracke Typ 260/9 (OKH) wurde nach 1945 auf einem Bauernhof als Maschinenschuppen genutzt wo sie sich bis heute befindet. Fensterlose Baracken desselben Typs waren auch Massenunterkünfte für KZ-Häftlinge, am bekanntesten sind die Beispiele aus Auschwitz, die auch die Ikonografie des Holocaust entschieden mitprägten.