Aufgabe

In unserem Einführungsstudio Cohabitat haben wir uns mit dem Lebensraum der städtischen Bewohner, den Menschen, Tieren und Pflanzen auseinandergesetzt. Dabei haben wir verschiedene Fragestellungen verfolgt, wie: Wem wird wieviel Raum eingeräumt? Wo wird gewohnt? Wo gearbeitet? Wo Freunde getroffen? Und wie bewegen wir uns zwischen den Orten? Und was erleben wir dabei? 

Um sich möglichst praktisch mit den Fragestellungen auseinander zusetzen, haben wir uns mit einem Block im Kasseler Schillerviertel beschäftigt. Auf diesem haben wir nach vorherigen Raumanalysen eine architektonische Intervention entworfen, welche sich an aktuelle soziale, kulturelle und ökologische Herausforderungen anpasst.

Formfindung

Zur Formfindung haben wir anfangs im Maßstab 1:500 Styrodurblöcke, welche die Maße des Baublocks hatten, zerschnitten und verschoben. Später haben wir dann unsere Formfindung vertieft, indem wir unsere bereits gefundene Form auf die Grundstücksgröße zugeschnitten haben.

Da wir die Dreiecksform sehr interessant fanden, weil aus dem Zusammenspiel von stumpfen und spitzen Winkeln interessante Blickrichtungen entstehen, haben wir diese Form weiter entwickelt und in ein Umgebungsmodell im Maßstab 1:500 gesetzt.

Fertiger Entwurf

Als wir unsere fertige Form gefunden haben, sind wir in den Maßstab 1:200 übergegangen.

Unser fertiger Entwurf besitzt drei Komponenten - Wohnen, Freizeit, Einkaufen - in einem Gebäude. Durch den passenden Austausch zwischen spitzen und stumpfen Winkeln ergeben sich einzigartige Blicke in die Umgebung. In Zeiten, in denen social distancing, climate protection und sustainability so wichtig wie nie zuvor sind, braucht man den Ort für die tägliche Versorgung nicht zu verlassen. Er bietet sowohl einen Lebensmittelladen, ein Waschcafe, ein Restaurant, als auch mehrere kleine Ladenflächen. Die Wohnungen lassen sich durch den begrünten Außenraum erschließen und die Bewohner haben die Möglichkeit, auf der großen Freifläche im Süden ihre Sommerabende zusammen ausklingen zu lassen. Die Gemeinschaftsetage im 3 OG. ist ein Rückzugsort bei schlechterem Wetter und kühleren Abenden. Die Vielzahl an Beeten, die im Südosten in den Garten abstufen, geben die Gelegenheit eigenes Gemüse und Obst zur Selbstversorgung anzubauen.