Verbinden was zusammengehört

Kinder und Sport. Schule und Spaß, Arbeit und Erholung. Das Konzept für die Umgestaltung der Goetheanlange basiert auf der Idee des Verbindens. Die Ziele des ursprünglichen Konzeptes werden übernommen und mit neuen zeitgemäßen Gestaltungen umgesetzt. So soll die Anlage auch weiterhin ein grüner Freizeit- und Erholungsort sein, welcher nun noch mehr Arbeit und Erholung, Sport und Spaß vereint.

Da bei der Goetheanlage der Fokus auf der Freizeitgestaltung liegt, bietet das neue Konzept eine Vielzahl an Möglichkeiten in diesem Bereich.
Durch gezielt eingesetzte Baumachsen werden die Besucher aus allen Richtungen eingeladen ein Stück Natur zu genießen. Eine umlaufende dichte Baumreihe erzeugt eine ruhige Erholungsatmosphäre. Auf der Grünfläche zusätzlich vorgesehene Bäume in freier Anordnung öffnen sich in der Mitte zu einer großen Rasenfläche für ausgelassene Spielerein. Östlich davon erzeugen die Baumformationen kleine Flächen für ein entspanntes und ungestörtes Zusammensein unter Freunden. Dafür stehen zusätzlich in diesem Bereich moderne Sitzgelegenheiten zu Verfügung. Diese bilden immer wieder Orte für eine kleine Erholung. Auch kann man von dort aus bequem den angrenzenden Spielplatz überblicken, auf dem jede Menge Spielspaß für die Kinder geboten wird. Die Möglichkeit sich sportlich zu betätigen, ist ein zentrales Motiv bei der Gestaltung dieser Anlage. Bereits vom neu gestalteten Schulhof aus wird ein freier Blick auf die modernisierte Sportanlage ermöglicht, welche am westlichen Ende um eine gemütliche Tribüne ergänzt werden.

Verbinden was zusammengehört bedeutet auch, dass zu trennen was eben nicht hineingehört.
Bei dem ebenfalls erneuerten Bereich südlich des Schulgebäudes und des Bundessozialgerichtes lag der Fokus bisher auf der Arbeit. Daher wird dieses Gebiet mit der Zielsetzung gestaltet Arbeit und Erholung miteinander zu verbinden.
Mäandrierende Wege laden auf einen kleinen Spaziergang ein und die freie Baumstellung schafft dabei eine Waldatmosphäre. Auf diese Weise wird der Platz zu einem einladenden Element, wenn man sich auf dem Arbeitsweg befindet oder vom Bahnhof in Richtung Innenstadt will. Ergänzend verschönern die neu gepflanzten Bäume den Anblick auf die derzeit eher schlichten Fassaden beider Gebäude. Aber auch der Blick aus den Häuser in Richtung Straße lohnt sich wieder. Die große Menge an Bäumen bietet jedes Mal einen kurzen Moment der Erholung. Für längere Aufenthalte bilden sich auf dem Platz mehrere kleine Räume auf den man verweilen kann. Von dort aus hat man vor dem Amtsgericht durch die geschaffenen Achsen auch eine Blickbeziehung dem Wichen Haus.

Schulhof

Der gestalterische Schwerpunkt dieses Konzepts liegt auf dem Schulgelände und den Sportanlagen sowie deren Verbindung. Hier liegen Schule und Spaß unmittelbar nebeneinander und die Verknüpfung von Kindern und Sport ist naheliegend.
Zunächst wird auch hier die durchgängige Baumreihe genutzt, um diesen Bereich vom restlichen Stadtleben abzugrenzen. Durch das Anordnen nur vereinzelter, Schatten spendender Bäume in der Mittelfläche wird eine Blickbeziehung von dem Schulhof direkt auf die Sportanlage ermöglicht. Im Hofbereich selbst können die Schüler beispielsweise mit Tischtennis oder Trampolin springen aktiv ihre Pause verbringen. Hier finden sich auch dieselben Sitzgelegenheiten wie in der restlichen Goetheanlage, was den Bereich gestalterisch einrahmt und dessen Zusammengehörigkeit unterstreicht.  Für einen geregelten Ablauf auf dem Schulgelände sorgen die außen verlaufenden gepflasterten Wege. Über diese kommt man dann nach der Schule schnell zu der einladenden anderen Seite. Damit die Straße sicher überquert werden kann, wird ein breiter Übergangsbereich vorgesehen, der frei von großen Bäumen gehalten wird, um an dieser Stelle die Sicht nicht einzuschränken.

Schnitte

Die Schnitte veranschaulichen die Topologie in dem Gebiet und zeigen, wie diese sich in Verbindung mit gestalterischen Elementen in die Grundidee des Konzeptes einfügt.

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