MetAIRmorphosis

NEXT Theater Körper und Raum I 4. Semester
Baylasan Al Zaed I Marie Wannenmacher
Prof. Marie Therese Harnoncourt-Fuchs I M.Arch. Sarah Blahut

 

 


Standort:
52°48'5213"N 13°48'1040"E
Plänterwald // 12435 Berlin

 

Lageplan 1:1.000

 

Konzept:

Wir schaffen mit unserem Entwurf MetAIRmorphosis einen Raum für Theater-, Kunst- und Kulturinteressierte sowie Performer und Künstler. Innerhalb des Theaters sollen Theateraufführungen, Konzerte, Kunstausstellungen und Installationen statt finden. Durch das im Voraus analysierte Konzerthaus Casa da Música von OMA und die Performance „The Movement of the Air“ von Adrien M und Claire B konnten wir wichtige Bestandteile festlegen, sie neu interpretieren und in einen neuen Kontext übersetzen. Allen voran spielen die Flexibilität und der hybride Nutzen die Hauptrollen in unserem Entwurf, da bei beiden Analysen die Mischung aus Flexibilität und fester Ordnung immer wieder zum Vorschein kam und im Raumprogramm unseres Theaters zu erkennen sein soll. Zusätzlich soll auch das Konzept des traditionelle Konzertsaals aufgelöst und auf andere Weise neu belebt werden. Dazu bietet das Erdgeschoss einen großen Saal mit Backstagebereich und einen großzügigen flexiblen Bereich, in der sowohl das Foyer, als auch eine zweite kleinere und flexible “Stage“ ihren Platz finden sollen, die nach Belieben und Gebrauch angepasst werden kann. Im Untergeschoss befinden sich private und administrative Räume sowie Proberäume und Umkleiden. Das Untergeschoss beinhaltet demnach die dienenden Räume, das Erdgeschoss die bedienenden. Da die Konzertsäle das Elementare bei Gebäuden dieser Art sind, soll der Fokus auf ihnen liegen, sodass sie das Herz unseres Entwurfs bilden.

 

 

Grundriss UG (-1.5) I  1:200

Grundriss UG (-1) I 1:200

Grundriss EG I 1:200

Schnitt I  1:200

 

Aus der vorangegangenen Analyse der Casa da Música und der Performance „The Movement of Air“ haben wir übernommen, dass “Objekte“ personifiziert und als aktive Akteure eingesetzt werden. Bei diesen definierten, festen Akteure, die bei unserem Entwurf die tragenden Rollen spielen sollen, handelt es sich um das natürliche Licht, den Boden als “bespielbare“ Fläche, die Stages an sich und die Form des Theaters. Durch Glas im Dach und in der Fassade wird das natürliche Licht in das Theater generell sowie auch in den großen Konzertsaal gebracht. Gleichzeitig schafft das Glas eine Verbindung zwischen der Form und den Stages. Von Außen ist die Form des Theater nämlich begehbar, sodass man von oben in den großen Saal blicken kann und so ein passiver Teilnehmer der Performance oder des Konzertes werden kann. Gleichzeitig kann aber auch die Umgebung mit in das Gebäude hereingeholt werden, sodass auch sie Teil der Performance werden kann. Der “gestellte Raum“, der durch die drei Projektionsflächen in der Performance zu Stande kommt und die Bühne bildet, hat uns dazu inspiriert, den Boden als zusätzlichen Akteur mit einzubringen. Indem wir einerseits mit der Topographie spielen und sie an die sanfte, fließende Form des Theaters anpassen, andererseits den Entschluss gefasst haben, unterirdisch zu gehen, da der Boden bei beiden eine wichtige Rolle spielt und gleichzeitig als bespielbare Fläche genutzt wird, schaffen wir gleich eine doppelte Übersetzung. Dies sorgt dafür, dass sich das Theater gut in die sehr natürliche Umgebung einbringt und mit seiner geringen Höhe und Massivität einfügt. Auch der separate Eingang für die Performer bietet einen fließenden Übergang von Natur und Gebäude. Die Form des Theaters generiert sich aus der Performance: das untere, rechteckige Geschoss ist durch den gestellten Raum der Performance inspiriert, die begehbare, abgerundete und fließende Außenform angelehnt an die Bewegung der Luft. Verorten tut sich das MetAIRmorphosis im Plänterwald in Berlin, nahe des alten Spreepark-Freizeitparks, der eine weitreichende Geschichte und Tradition besitzt. Durch die vielen Glaselemente des Theaterentwurfs wird die Umgebung zu jeder Zeit mit ins Gebäude selbst mit herein geholt, sodass die Natur Teil unseres Narrativ ist. Die organische Form des Theaters spiegelt dabei dessen Umgebung wieder. Ausgerichtet ist das MetAIRmorphosis mit dem Haupteingang zu den Parkmöglichkeiten und zum Wasser hin, sodass die Erschließung für die Besucher barrierefrei und ohne viel Aufwand sichergestellt werden kann. Umrahmt wir es von den Wegen, sodass sowohl Besucher, als auch einfache Spaziergänger das Gebäude von allen Seiten und Wegen aus betrachten können.

 

 

Außenansicht Eingang

Innenansicht flexibler Bereich

Innenansicht großer Saal

Erschließung

 

 

Modellfotos

Detailaufnahme

Außenansicht

Ansicht Eingang

Außenansicht

Draufsicht

Transparent Modell




Herleitung & Entwicklung:

Die Form des Theaters generiert sich aus der Performance: das untere, rechteckige Geschoss ist durch den gestellten Raum der Performance inspiriert, die begehbare, abgerundete und fließende Außenform angelehnt an die Bewegung der Luft, sodass auch die Außenform als bespielbare Fläche genutzt wird, allerdings von den Besuchern. 

Collage: 2D-Übersetzung

Modell: 3D-Übersetzung

Skizze: 2D-Übersetzung I

Skizze: 2D-Übersetzung II

Skizze: 2D-Übersetzung III

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