Spuren im Hinterhof – ehemaliger Tempel in der Poolstraße, Hamburg
Fachgebiet:
Entwerfen im Bestand
Dozent*innen:
Prof. Claus Anderhalten, Dipl.-Ing. Lea Sascha Furbach, M.Sc. Mona Hoffmann-Schwabe
Hamburger Neustadt, Poolstraße 12 – im Hinterhof die letzten, denkmalgeschützten Ensemblestrukturen des jüdischen Tempels; Vorhalle und östliches Apsisgebäude als Kriegsruine des dreischiHigen Gotteshauses der ersten Reformsynagoge der Welt. Erbaut von 1842-1844 durch den 1817 gegründeten „Neue Israelitische Tempel-Verein Hamburg“, nach Plänen des Architekten Johann Hinrich Klees-Wülbern. Heute als Autowerkstatt angeeignet und umgenutzt, stehen die Gebäudestrukturen seit 2003 unter Denkmalschutz. Umfassende Sicherungsmaßnahme sowie Sanierungspläne stehen im aktuellen Diskurs. Eine Wiederbelebung des Ortes, als Wunsch der beteiligten Akteurinnen und Akteure. - Wir nähern uns dem Ort mit einer präzisen Kartographie seiner geschichtlichen Relevanz sowie seiner gesellschaftlichen Bedeutung. Die Gemeinschaftlichkeit wird dabei als typologischer Ausgangspunkt definiert; eine Wiederbelebung des Ortes durch Räume für die Stadtgemeinschaft. Räume für Diskurs und Dissens, für Begegnung und Austausch, für Erinnerung und Retrospektive. Mit einer Tagesexkursion nach Hamburg steigen wir in die Auseinandersetzung im Ort ein. Dies ist fester Bestandteil des Entwurfsprozesses.