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Prof. Claus Anderhalten, M.Sc. Mona Hoffmann-Schwabe

reTool – Architekturdidaktik als partizipativer Resonanzraum

Fachgebiet: Entwerfen im Bestand
Wir hinterfragen die aktuelle Architekturdidaktik auf zwischenmenschlicher und räumlicher Ebene. Dabei werden kritische Fragen an die Lehre gestellt:  Wo und wie lernen wir die Leistungen der Architektur, welche Raumelemente im Entwurfsstudio beeinflussen hier die Wissensvermittlung und wie lassen sich Lernende und Lehrende innerhalb dieser einordnen? Wie lässt sich der Studiobegriff in der Architekturausbildung einordnen? Wie kann es innerhalb von Entwurfsprozessen zu einem positiven, dialogischen Austausch kommen? Und wie kann die Ressource Zeit innerhalb von Wissensprozesse betrachtet werden? Als Forschungsgegenstand dient uns der Raumbaustein Bestand. Wir kartografieren bestehende Werkzeuge und Methoden der Raumwahrnehmung durch einen interdisziplinären Einblick. Die Disziplin Architektur wird durch Soziologie sowie pädagogische Ansätze und Lernwissenschaften ergänzt. Die pädagogischen Aspekte der unterschiedlichen Methoden und Werkzeuge werden dabei analysiert und transformiert. Einordnung und Begriffsdeutung der Methode sowie des Werkzeuges werden Teil des Forschungsprozesses, genau wie die Wissensvermittlung innerhalb von Lehr- und Lernprozessen. Eine Auseinandersetzung mit Bestehendem wird als Resonanzraum für die Entwicklung geeigneter methodischer Ansätze und Werkzeuge. Partizipation wird im Seminar als kollektiv gestaltendes Werkzeug betrachtet und lädt dazu ein, das gesammelte Wissen gemeinsam zu durchdenken und zu diskutieren. Ihr übernehmt innerhalb des Forschungsprozesses das Vermittlungsformat im Seminar und seid ein aktiver Bestandteil der Lehre. Ziel ist es, die Grenzen zwischen Lernenden und Lehrenden aktiv zu hinterfragen und aufzulösen. Wir eignen uns im Semester die Zwischenräume am Campus an und erforschen Alternativräume zu Hörsaal und Co. Wir versuchen, die aktuelle Architekturdidaktik als Möglichkeitsraum zu lesen, um neue Freiräume und Denkbewegungen zu etablieren.  Die Kartografie von Denkräumen zu Methoden und Werkzeugen aus Soziologie, Pädagogik und Architektur wird durch Literatur gestützt. Einen Einblick in den aktuellen Stand der Wissenschaft und die Formulierung weiterer Fragestellungen, ermöglichen dabei folgende Forscher:innen und Denkbewegungen: Martina Löw, Yaneva Albena, Hartmut Rosa, bell hooks, Paolo Freie, Annemarie und Lucius Burckhardt, August Schmarsow, Tina Zürn u.a. ...