Dasein dürfen: Uni sehen-verstehen-aneignen

Fachgebiet: Entwerfen im Bestand
Dozent*innen: Prof. Claus Anderhalten, Dipl.-Ing. Lea Sascha Furbach, M.Sc. Mona Hoffmann-Schwabe
Was bedeutet Aneignung – und wie können unterschiedliche Formen er Beanspruchung von Raum als Aneignung gelesen werden? Zwischen legalen und illegalen Formen, politischen Gesten und leisen Alltagsstrategien steht Aneignung auch für die Auseinandersetzung mit Macht, Teilhabe und Raumordnungen. Das Semester lädt dazu ein, diesen Begriff theoretisch zu erforschen, räumlich zu hinterfragen und gestalterisch weiterzudenken; es lädt aber auch dazu ein sich das Semester selbst mitsamt seiner Inhalte anzueignen und mitzugestalten.  Im Seminar werden die Studierenden Aneignung im Kontext der Universität untersuchen. In einer ersten Phase nähern sie sich dem Begriff theoretisch an – durch Texte, Diskussionen und Beispiele aus Architektur, Politik und Alltag. Anschließend richtet sich den Blick auf das eigene Umfeld, die Uni: Wie werden Fachgebiete, Flure, Arbeitsräume, Zwischenräume, Küchen, Vorlesungssäle genutzt, gelesen und verändert?  Hier können unterschiedliche gestalterische Methoden helfen, Räume zu erfassen – von zeichnerischen und fotografischen Raumtagebüchern über Mapping-Übungen bis hin zu räumlichen Interventionen oder partizipativ entwickelten Werkzeugen.  Der universitäre Raum wird dabei zur Werkstatt – offen für (temporäre) Interventionen, stille Umnutzungen oder laute Raumerklärungen. Ergebnisse, Fragen und Spuren können in einer offenen, transformativen Universität, als gemeinsame Werkstatt sichtbar werden. - Parallel zum Seminar wird das Projekt „Dasein dürfen: Gemeinsam Raum sehen - verstehen – aneignen“ angeboten. Dieses wird im Zusammenhang mit dem Seminar belegt.