Bei der ersten Übung "Kassel kennen wir", haben wir die Stadt Kassel in den Bereichen zugeordnet und rot eingefärbt die wir gut kennen. Im Anschluss wurden die Markierungen der einzelnen Studierenden zusammengefügt und so enstand ein Gesamtensemble.

Kassel Karte TK25

In der zweiten Phase unserer Geländeerkundungen ging es darum, das Stadtgebiet noch besser kennen zu lernen und andere Darstellungsformen auszuprobieren.

 

Erkundungen

Unsere Reise wurde von Unbekannten ins Unbekannte ausgedehnt. Wir haben eine Hypothese von Kassel aufgestellt und auf einer 15 km langen Reise nach Beweisen für diese Aussage gesucht. 

Auf einem langen Weg begegneten wir nicht nur der Stadt und der Natur, sondern auch Stolpersteinen. Sie sind nicht zu übersehen, sondernauch zu untersuchen. Was hat uns dazu gebracht aufzuhören? Wie können wir weitermachen?

 

Übung langer Weg

Was ist eine Grenze? Was unterscheidet ein Gebiet in einer Stadt vom anderen? Manchmal ist es das natürliche Merkmal wie ein Fluss oder ein Hügel. Manchmal ist es die Eisenbahn oder sogar ein riesiger Parkplatz. Wie überschreiten wir diese Grenzen mit dem sinnvollsten Ansatz? Mit anderen Worten, wie finden wir die richtigen Übergänge von einem Bereich zum anderen?

Übergang an der Fuldaschleuse

Übergang zwischen den Bereichen „Mediterra“ und „Wehl-Heile Welt“ 

Zuerst wurde eine Karte mit den wichtigsten Stückungen/Grenzen gezeichnet. Im Anschluss wurde der Übertrittsort vom Stadtteil Weserspitze zum Bereich an der Fuldaschleuse, sowohl graphisch als auch zeichnerisch dargestellt. Besonders spannend beim Übergang vom Stadtraum zur Parklandschaft sind die abwechslungsreichen, attraktiven Blickbeziehungen, die sich beim Betreten der Grünanlage Finkenherd ergeben. Der Raum und die Atmosphäre wirken beim Flanieren ruhiger und privater, als in der Stadtlandschaft.

 

Wir teilen die Stadt in Bezug auf Topografie sowie nach atmosphärischen und subjektiven Eindrücken in Bereiche ein. Anschließend werden die Grenzverläufe zwischen je zwei Bereichen untersucht, um unter anderem Übertrittsorte von einem in den anderen Bereich ausfindig zu machen. Zu sehen ist oben eine Collage des „Altenheimcanyons“, eine verwinkelte Treppe, die den Bereich „Mediterra“ um den Philosophenweg mit dem Bereich „Über den Wolken“ auf dem Weinberg verbindet. Unten verdeutlicht die Collage das Tal, das im Grenzbereich zwischen „Wehl-Heile Welt“ und „Mediterra“ an der Tischbeinstraße den Übergang prägt.

 

Digitales Werkstattverfahren 

Die Plattform Miro ist eine Plattform für ein kollaboratives Zusammenarbeiten. Über das Miro-Board und den Google-Drive als Ablagemöglichkeit für die Archivierung und Speicherung von Dateien haben gemeinsam das Faltblatt erarbeitet. Um den Arbeitsprozess zu beschleunigen und neue Ideen und Eindrücke zu sammeln haben wir Anfang Juni 2020 ein digitales Werkstattverfahren überlegt. Dieses haben wir vorab in seiner Umsetzung geplant. Um zu gewährleisten dass wir von jeder Person zu jedem Thema Vorschläge und Ideen für die Gestaltung der verschiedenen Themenwelten für die Gestaltung eines Wanderweges erhalten, wurden vier Runden durchgeführt.

Jede Runde gab es 15 Minuten Zeit seine Ideen, Vorstellungen und Eindrücke zu der jeweiligen Themenwelt aufzuschreiben. Die Dozenten hatten die freie Wahlmöglichkeit während des Werkstattverfahrens in jeden Raum bzw. an jeden Tisch sich über den Arbeitsprozess zu erkundigen oder mitzuwirken. Es wurden zu vier verschiedenen Themenwelten Tische erstellt. Für jeden Tisch wurde ein Zoom-Link bzw. Tisch erstellt an dem zu dem jeweiligen Thema Eindrücke, Ideen und Vorschläge gesammelt werden konnten.

Jeder Tisch wurde von einer vorab festgelegten Person betreut. Um zu garantieren dass auch die Betreuer bzw. Moderatoren die Möglichkeit an den anderen Themenwelten mitzuwirken, wurde entschieden dass auch diese je Runde den Tisch wechseln sollen. Nach dem Werkstattverfahren wurden die Ergebnisse in den weiteren Sitzungen reflektiert, besprochen und in der Planung des Wanderweges weiterverarbeitet und eingebunden. 

 

Berg- und Talweg

Die Sequenz verläuft vom Stadtteil Bad Wilhelmshöhe aus durch den Stadtteil Wehlheiden und endet auf dem Dach der Grimmwelt. Das Besondere an der Sequenz ist, dass man die Wegstrecke topographisch von einem Berghang ableiten, sogar nahezu übertragen, kann. Der Wegverlauf ähnelt dem eines Weges an einem Berg entlang. Das Gelände der Stadt beginnt südlich der Wilhelmshöher-Allee in Richtung Tischbeinstraße abzufallen und bildet das Terrain auf dem sich die Sequenz befindet.

 

 

 

Sequenzen von Anna

Die Darstellung zeigt neun aufeinanderfolgende Wegsequenzen die Teil des finalen Wegabschnitts unserer Route sind. Die Einteilung des Weges wurde nach Gefühl vorgenommen. Sie ergibt sich aus der Verschiedenheit der durchquerten Bereiche und dem Erleben des Weges, das von der Öffnung und Schließung von Räumen, dem Überwinden von Barrieren, der Beschaffenheit des Weges, einer Rast oder dem Wechsel der Verkehrsmittel geprägt sein kann. Die “Verinselung” der Karte zeigt nur, was für das Erleben der Wegsequenz notwendig ist.

In dieser Aufgabe sollten die Projektteilnehmer ein Bild der Gesamttour entwerfen, welches sich vom Detaillierungsgrad zwischen einer Karte und einem Logo befinden sollte. Die Anhaltspunkte von Dingen, die es in die Abbildung schaffen konnten waren unter anderem Topografie, erfundene und real existierende Namen, besondere Orte oder bzw. und Wahrzeichen, Richtungswechsel oder die Gesamtfigur des Weges. Die Ergebnisse dienen dabei als Ideenfundus und wurden im Verlauf des Projekts im Rahmen der Coverfindung für das Faltblatt aufgegriffen und weiterbearbeitet.

Signet Sebastian

Die Darstellung schafft die Vermittlung eines Eindrucks der unterschiedlichen Räume, ohne sie konkret bildlich zu offenbaren. Abstraktion und Fokus auf die (auf der Route selbstbeschreibenden) Sequenzen ermöglichen allen, ein gedankliches Bild zu zeichnen. Dieses ist jeweils individuell und stellt eine eigene Erwartung her. Die bezeichnenden Namen der Wegeabschnitte haben bei der Arbeit des Projekts geholfen, den Mitbestreitern die erkundeten Orte zu veranschaulichen. Die Zeichnung ist also geprägt durch viele Wahrnehmungsebenen des tatsächlichen Raums.

Signet Kim

Signet Christina

Das „Hauptsignet“ bildet zwar die Vorderseite dieses Faltblatts, allerdings sind während des Projekts einige sehr aussagekräftige und unterschiedliche Signets sowie Logos entwickelt worden. Darunter auch dieses. Besonders bei diesem Signet ist der Versuch einer 3D-Ansicht des Weges in Kombination mit verschiedenen Handzeichnungen, die den Charakter des Ortes darstellen, an dem sich das Symbol befindet. Zusätzlich wurde das „&“-Zeichen hinterlegt, um das „Und“ aufzugreifen, welches darauf abzielt zu erklären, dass Kassel noch viel mehr als das ist, was man bereits kennt.

Die Darstellung schafft die Vermittlung eines Eindrucks der unterschiedlichen Räume, ohne sie konkret bildlich zu offenbaren. Abstraktion und Fokus auf die (auf der Route selbstbeschreibenden) Sequenzen ermöglichen allen, ein gedankliches Bild zu zeichnen. Dieses ist jeweils individuell und stellt eine eigene Erwartung her. Die bezeichnenden Namen der Wegeabschnitte haben bei der Arbeit des Projekts geholfen, den Mitbestreitern die erkundeten Orte zu veranschaulichen. Die Zeichnung ist also geprägt durch viele Wahrnehmungsebenen des tatsächlichen Raums.

Gesamtkarte

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