Graf-Bernadotte-Platz

    Freiraumverbindung. Vorderer Westen.

    Kassel. 

 

                  

 

     Till Mathis Heifort

          Matrikelnr: 35257741

 

 

     STADT PARK SCHULE

     WISE 2020/21

     Universität Kassel, FB 06 ASL

     FG Landschaftsarchitektur/Entwurf

     Ariane Röntz, Anne Mertins, Margarete Arnold

 

  

 

Die ehemalige Paradefläche der Nazis zwischen der Heinrich-Schütz-Schule und dem Bundessozialgericht, die im Augenblick leblos wirkt, wird für den Stadtteil und deren Leben zurückgewonnen. Der Graf-Bernadotte-Platz ist heute im wesentlichen ein großräumiger Straßenraum mit Parkplätzen. Jedoch müssen Lebensgenuss und Erinnerung nicht notwendig getrennte Sphären sein, sie können miteinander und beieinander möglich sein, auch wenn der Geschmack der Erinnerung bitter ist. Der Graf-Bernadotte-Platz wird als einladender Stadtteilplatz für den Vorderen Westen Kassels entwickelt. Es entsteht ein sozialer und urbaner Mittelpunkt, ein Ort des Austauschs für Anwohner und Besucher. 

Um eine Freiraumverbindung zu entwickeln, müssen zuerst die Schwellen und Grenzen der Aufspaltung des gesamten Projektgebiets aufgezeigt werden. Hier wird deutlich, dass die, um die Heinrich-Schütz-Schule herumliegenden Straßenräume, die größte Zerteilung des Gesamtgebiets darstellen. 

Daraus entwickelt sich die Freiraumverbindung und damit die Erweiterung der einzelnen Freiräume. 

Der Schwerpunkt wird hierbei auf den Graf-Bernadotten-Platz gelegt, da dieser als Bindeglied zwischen allen Freiräumen dienen soll. 

Die markanteste Veränderung liegt bei der Umlegung und dem Rückbau der Freiherr-vom-Stein-Straße, zwischen der Schule und der Goetheanlage. Der Straßenraum entwickelt sich in Richtung Bundessozialgericht. Die Freiraumverbindung zwischen der Schule und der Goetheanlage wird gestärkt und die bereits vorhandene Straßenraumqualität wird rund um den Graf-Bernadotte-Platz genutzt und intensiver zu bespielt. 

Übersichtsplan mit den einzelnen Teilgebieten des Projektgebiets. 1:1000 

Fußgänger:innen und Radfahrer:innen haben auf attraktiveren, sicheren, lärm- und verkehrsberuhigten Straßen die Möglichkeit zu den Parkanlagen, Bahnhöfe, Bildungsstätten oder Arbeitsstellen zu gelangen. In Verbindung mit Aufenthaltsflächen, sowie Flächen für Biodiversität und Klimaanpassung, sollen die Straßen gleichermaßen als attraktive Verbindungen, als auch als Freiräume genutzt werden. Wichtig ist auch, dass die Parkplatzsituation bestehen bleibt, hierfür wurden insgesamt 104 Parkplätze in den Straßenraum eingefügt.

Entlang des Straßenraums ergeben sich Blickbezüge zwischen dem Bundessozialgericht, der Schule und dem Aschrottpark. Die Besucher:innen werden durch großzügige Zugänge auf den Platz geführt. Die Modellierungen unterstützen die Bewegungsrichtungen räumlich und leitet die die Hauptwege und Raumkanten. Außerdem nimmt die Modellierung die umgebene Landschaft auf und spiegelt diese in ihren Grünflächen wider.  Die Grünflächen laden zum Sonnen, Spielen, Faulenzen oder zu einem Picknick im Schatten der Bäume ein. Die Sitzmauern bilden Räume für Kommunikation und Aufenthalt. Die Orientierung und Einsichtigkeit bleibt von allen Seiten gewahrt, da die Grünflächen mit einer Höhe von ca. 1 Meter überschaubar sind. 

Der Blick von der Hauskante der Schule zu dem Bundessozialgericht.

Detailplan 

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