BA/MA-Projekt im SoSe 2020
#GehtRausSpielen
Die Stadt als Spielraum
FG Landschaftsästhetik im Entwurf // Christine Baumgartner
FG Landschaftsarchitektur Entwurf // Margarete Arnold

Leonard Flint
Aram Franke
Marlene Frischkorn
Edwin Fuhrmann
Isabelle Jütte
Toni Kirchberg
Anna Schölzchen
Laura Siebken
Natalie Springer
Bastian ten Haaf
Samantha Zeller
Zhen Zeng

Spielende Kinder im Hinterhof, Köln 2020 // Christine Baumgartner

Gegenstand des Projekts #GehtRausSpielen ist die Wiederentdeckung der Stadt Kassel als bespielbare Stadt.
Im Projekt wird die These aufgestellt, dass die Stadt für Kinder eine Stadt für alle ist. Als bespielbare Stadt wird auch – aber nicht ausschließlich – die kindgerechte Stadt verstanden.
Der Begriff wird ausgeweitet auf die Stadt als Raum, der Wandel und Aneignung zulässt. Betrachtet wird der Raum zwischen den Häusern; als Interaktionsraum und Raum für Bedeutungsverschiebungen. Ziel ist es, Zwischenräume, Wegesequenzen, Dachlandschaften, Brachflächen und Straßenräume neu zu erfahren und zu interpretieren.
Das Thema der sozialen Ungleichheit in Zusammenhang mit der Freiraumqualität im unmittelbaren Wohnumfeld bekommt durch die aktuelle Lage der Pandemie und der gesperrten Spielplätzen eine neue Bedeutung.
Der Fokus des Projekts liegt nicht in der Weiterentwicklung von explizit für Kinder ausgewiesenen Spielwelten, sondern in der Entdeckung des städtischen Raums als Laboratorium für neue Ideen und Formen der Aneignung. Das Projekt ist als Einzelarbeit konzipiert, das individuelle Erfahren von städtischem Raum und von Alltagswegen durch die Stadt steht im Vordergrund. Das Projekt beginnt mit Einzelexkursionen durch die Stadt und der eigenen Wohnung als Startpunkt. Themen- und Ortswahl in Kassel sind individuell und werden im Rahmen der Betreuungen diskutiert und erarbeitet. Auch das Erarbeiten geeigneter Werkzeuge und Darstellungen erfolgt spielerisch.
Denn: Spielen beginnt im Kopf!

Verortung der Entwurfsgebiete und der "Public Islands" der Studierenden, Kassel // Kartengrundlage: Stadt Kassel, TK5

Die Entwürfe der Studierenden sind auf eigenständigen Seiten dargestellt und über die Filterkategorie "GehtRausSpielen" und ihre hier genannten Konzeptitel zu finden!

STADTSAFARI // SPIELERISCHE STADTERKUNDUNGEN

Stadtsafari // Aufgaben

Sprechende Stadt
My Public Island
Zahlen-Bingo!
Kopf oder Zahl?
Schatzsuche
Perspektivwechsel
back to the roots!

Straßenkunst, Tel Aviv 2019 // Margarete Arnold

In den ersten Wochen haben wir uns auf Safari im Stadtgebiet Kassels begeben! Das angepeilte Ziel der Reise war die Annäherung an das Thema der bespielbaren Stadt und die Suche nach einem eigenen Thema sowie dem Bearbeitungsgebiet.

Um im urbanen Dschungeldickicht nicht die Orientierung zu verlieren, wurden die Studierenden von kleinen „Stadtspielen“ begleitet. Dafür wurden die Teilnehmenden mit Suvival Kits bestehend aus Karten in verschiedenen Maßstäben , Kreiden und Zahlen-Bingo-Karten ausgestattet.

Startpunkt der Safaris war jeweils der eigene Wohnort, sodass die Auflagen der Kontaktsperre eingehalten werden konnten.
Wir sehen uns im Stadtdschungel!

Safari-Werkzeuge: #GehtRausSpielen Survival Kit - Kamera - Proviant - Entdeckerlust.

Stadtsafari // Spielerische Stadterkundungen
MY PUBLIC ISLAND

„In the place where I am, no one else can be. Where do I end, and someone else starts? How much space do I need, and how much am I allowed to take? What separates me from the others?
My public island is an invitation to take place in public space, an experiment about personal borders and the way we present ourselves as public beings.“

(Stiftung Freizeit, 17.November 2012 // http://www.stiftungfreizeit.com/2012/11/my-public-island.html)

Der öffentliche Raum lebt von der tagtäglichen temporären Bespielung durch uns alle und ist geprägt vom wechselseitigen „In-Besitz-Nehmen“ einzelner Orte. Die „Besetzung“ eines Ortes wird meist durch den eigenen Körper bestimmt und kann aber auch durch weitere Utensilien, wie z.B. eine Picknickdecke nach außen markiert und abgegrenzt werden.
Aufgabe: Suche deine „public island“ in Kassel und ziehe mit der Kreide eine Linie um dich und deine Insel, dessen Größe und Form du selbst bestimmst. Verweile mindestens 10 Minuten auf der Insel, bevor du deinen „tag“ (persönliches Namenskürzel oder Symbol) mit Kreide hinzufügst. Bleibe für weitere 15 Minuten innerhalb deines Bereiches und beobachte dich sowie deine Umgebung.

Halte dich nach Abschluss des Experimentes auf deiner Insel mit einem aussagekräftigem Foto per Selbstauslöser oder mit Hilfe eines Selfiesticks fest. Versuche mit weiteren prägnanten und qualitativen Fotografien die Atmosphäre und Themen deiner „public island“ zu beschreiben und versehe sie jeweils mit einem aussagekräftigen Titel.
Folgende Fragen könnten dir dabei helfen: Was zeichnet diesen Ort aus? Wie hat sich der Ort durch die aktive Bespielung für dich und deine Umgebung verändert?

Werkzeuge: Kreide, Kamera, Stadtplan

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