Arendsee war zu DDR-Zeiten ein großer Urlaubsort, jedoch ist der Tourismus seit der Wende zurückgegangen.

Das Jugendfilmcamp liegt im Norden von Arendsee. Der einzige Lärmkonfliktpunkt ist der Campingplatz unterhalb des Filmcamps. Das Integrationsdorf auf der rechten Seite ist stillgelegt.

Im Jugenfilmcamp in Arendsee werden einwöchige Kurse angeboten, welche in Zusammenarbeit einen Film drehen. Dabei entscheiden sich die Teilnehmer für eine der drei Hauptaufgaben (Regie, Kamera, Schauspiel) und arbeiten in diesen für die ganze Woche. Zusätzlich gibt es auch spezielle Workshopkurse, die sich nur um ein Thema drehen, beispielsweise Kameraführung.

In dem Tagesablauf des Camps steht das Arbeiten im Vordergrund, insofern ist darauf auch der Fokus zu legen.

Ausgehend vom Teilnehmer sind die verschiedenen Räume gewichtet worden.

Das Gelände wurde, aufgrund der vorher zusammengetragenen Informationen, in vier Bereiche eingeteilt. Arbeits und Wohnbereich werden durch den Essbereich verbunden. Es wurde ein großer Teil unberührt gelassen, um sowohl die Natur als Filmkulisse zu erhalten, als auch potentielle Erweiterungen des Camps möglich zu machen.

Innerhalb dieser Bereiche wurden Zonen mit Gebäuden eingerichtet, die einen starken Bezug zueinander haben. Anhand der Zeiten ist gut ersichtlich, wann sich die Teilnehmer wo aufhalten. Dabei ist gut zu erkennen, dass sich zu zwei Dritteln des Tages im Arbeitsbereich und im Essbereich aufgehalten wird. Der Wohnbereich wird nur zum Schlafen genutzt.

Bei der Form der Gebäude haben wir sowohl Funktionalität, als auch Ästhetik kombiniert. Wir haben uns für eine Wabenform entschieden, da so jeweils mehrere Räume miteinander kombiniert werden können, aber auch alleine funktionieren. Da die verschiedenen Teams jedoch gemeinsam an einem Projekt arbeiten, ist der Austausch extrem wichtig. Außerdem soll die ungewöhnliche Form Neugierde und Interesse von Touristen am Arendsee wecken und durch die öffentliche Eingangssituation zum Erkunden des Geländes einladen.

Die Gebäude wurden mit einem Wegesystem, welches auch als Terassen benutzt werden kann, verbunden. Dabei wurden von jedem Gebäude der jeweils kürzeste Weg zum nächst wichtigen gezogen.

Die Arbeitsräume wurden ganz bewusst an den Eingangsbereich gesetzt, damit man den Teilnehmern beim arbeiten zusehen kann und das Leben im Camp mitbekommt.

Sowohl an die Lager der Studios, als auch die Küche führen direkte Zufahrswege, um Großtransporte möglich zu machen.

Der Zentrumsbereich mit Kantine ist von allen Punkten des Camps gut erreichbar. In diesem sind auch die Duschen für die Teilnehmer.

Zwei Unterkunftswaben teilen sich einen Sanitärbereich mit WC und Waschbecken.

Die Gebäude bestehen aus einem modularen System, gebaut aus nachhaltigen Materialien. Der Holzskelletbau steht auf einem Punktfundament, um dem Waldboden so wenig wie möglich zu belasten. Zwischen den Balken sind jeweils Böden, Decken und Wände, die in Fertigbauweise gefertigt werden, per Passverbindung eingesetzt. Außen sind Holzlamellen angebracht, die sowohl der Ästhetik, als auch der Wasserableitung dienen.

Die Gebäude und die Wege sind abgesenkt, um den Weg ebenerdig zu machen. Somit ist das ganze Camp barrierefrei und benötigt keinerlei Rampen.

Die Gebäude stehen auf einem Punktfundament. Die Stützenfüße sind angehoben, um eine Unterlüftung zu gewährleisten. Das innerste Fundament der Wege ist entgegen der anderen ein Strichfundament, welches das Erdreich vom jeweiligen Gebäude abhält.

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