Im Projekt "Facetten" wurde eine effiziente Solarfassade für das Gebäude Ingenieurwissenschaften III entworfen. Die Fassade vergrößert die nutzbare Fläche und dient durch ihre Lamellen zusätzlich als Verschattungssystem. Durch das Aufbringen der Fassade auf 3 Seitens Gebäudes kann dieses mit bis zu 1/5 seines jährlichen Energieverbrauches versorgt werden.

Die Ergebnisse der eingangs getätigten Einstrahlanalysen konnten wir abschließend mit unserem Entwurf einer solar aktivierten Fassade vergleichen.

Die gestalteten Flächen konnten wir um 6% vergrößern und dadurch die solar eingetragene Energie um 13% steigern.

Überschlägig produziert unsere Fassade mit  350MWh/a knapp 1/5 des jährlichen Gesamtenergieverbrauchs des Gebäudes.

Die neue Fassadenkonstruktion besteht aus dreieckigen Facetten die sich am unteren Gebäudeanschluss auffalten, wodurch die nutzbare Fläche vergrößert wird.

In einer Rahmenkonstruktion sind einzelne Lamellen angeordnet. Auf diesen befinden sich die Solarzellen. Durch ein Verzerren der Facetten erreichen wir auf allen Fassadenflächen einen optimierten Ertrag.

Die Grundkonstruktion der Facetten besteht aus einem Stahlrohrrahmen.

Die Felder sind mit Lamellen gefüllt. Je nach Länge der Lamelle befinden sich bis zu 12 polykristalline M9-Waver Zellen in dem Glaslaminat. Die Ansteuerung der beweglichen Lamellen sowie die Kabelführung der erzeugten DC Spannung liegt geschützt innerhalb der Konstruktion.

Auf der Südfassade sind die Facetten deutlich gegen die Sonne geneigt. Hierzu wurde das vorhandene Stahlbetonskellett aufgebrochen und zur Fassade erweitert.

Die Funktionen der vorhandenen Sonnenschutzeinrichtungen wurden in die Konstruktion integriert: vor Fenstern lassen sich die Lamellen bei schwacher Sonnenstrahlung aufstellen.

Ausgewählte Fassaden werden vollflächig besetzt. Hiermit wird die im Bestand vorhandene effiziente Gebäudestruktur beibehalten. Die facettierten Flächen erzeugen dennoch ein neues Erscheinungsbild und  betonen mit der markanten Oberflächenstruktur der Solarmodule die Integration der Photovoltaiktechnologie.

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