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Wohnen, Bewegen, Arbeiten in der Metropolregion Nürnberg

16.07.2020 - 14:45 - 16:15

„Die Region lebt von der Erreichbarkeit ihrer Orte, besteht aus der Vielfalt ihres Wohnangebots und stützt sich auf ihre Wirtschaft“

Gewerbegebiete sind auch in der heutigen Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft weiterhin ein relevanter Bestandteil der Städte und Regionen und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Entsprechend groß ist ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Stärke sowie die Attraktivität von Städten und Regionen. Bedingt durch neue Möglichkeiten, Gewerbe auch kleinteilig, mehrgeschossig und ökologisch(er) zu organisieren, entstehen Visionen neuer gemischt genutzter produktiver Stadtquartiere. Gerade diese Mischung der beiden Funktionen Wohnen und Produktion gilt aktuell als ein Element nachhaltiger Stadtplanung, ist in der Realität jedoch bislang die Ausnahme. Umso wichtiger ist die Frage nach der Organisation im Raum: Je nach Region betreiben Firmen teils einen immensen Aufwand, um Arbeitskräfte anzulocken. Auch Kommunen stehen vor der Herausforderung, attraktiv für die „kreative Klasse“ zu sein und Arbeitskräfte vor Ort als Einwohner zu binden. Aus stadt- und regionalplanerischer Sicht stellen sich zudem Fragen der Mobilität sowie der (gerechten) Verteilung von Infrastrukturangeboten innerhalb einer Region.

Die Metropolregion Nürnberg bietet hierzu einen spannenden Untersuchungsraum. Die aktuell in Planung befindliche Trasse für eine neue „Land-Umland-Bahn“ soll die Region besser untereinander verknüpfen und dient als Untersuchungskorridor für das Projekt. Hier finden sich auf engem Raum unterschiedliche Typologien von Arbeitsquartieren: Vom klassischen Gewerbegebiet am Stadtrand der dynamischen Stadt Nürnberg über innerstädtisches Gewerbe in der Stadt Erlangen bis hin zu der kleinen Stadt Herzogenaurach im suburbanen Raum, in der adidas seine Unternehmenszentrale hat sowie zahlreiche weitere global Player Niederlassungen haben. Der dort erschaffene hochmoderne Campus „World of Sports“ ist ein besonders markantes Beispiel für einen alternativen Typus von Gewerbegebieten und bietet zahlreiche spannende Ansätze für weitergehende Untersuchungen und Vergleiche mit konventionellen Standorten.

Aufbauend auf einer mehrschichtigen Analyse werden im Rahmen des Projekts Konzepte entlang der neuen Land-Umland-Bahn zur Qualifizierung bestehender Gewerbegebiete sowie Ihrer Wechselbeziehungen zu Wohnquartieren entwickelt. Hier gilt es auch neue Haltepunkte der Land-Umland-Bahn als Potenzial für eine zukunftsfähige Planung zu nutzen. Dabei arbeiten die Gruppen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen von der Metropolregion bis hin zum konkreten Gebiet. Die Ergebnisse sollen grafisch ansprechend präsentiert werden. Dafür werden unterschiedliche Aufgaben/Workshops vorbereitet, um die eigenen grafischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Es besteht die Option weiterführend an den Themen und Fragen des Projektes im Rahmen von Studienarbeiten oder Bachelorarbeiten zu forschen.

Den folgenden Fragen soll u.a. nachgegangen werden:

– Was ist eine Metropolregion? Wie kann sie die Verteilung unterschiedlicher Nutzungen und Infrastrukturen im Raum steuern?
– Welche Potentiale bieten gemischt genutzte produktive Stadtquartiere?
– Welche Entwicklungspotenziale bietet die neue Stadt-Umland-Bahn?
– Was müssen Gewerbegebiete / einzelne Firmen oder auch die Stadt/Metropolregion bieten, um Talente anzuziehen?
– Welchen Stellenwert hat Gewerbe für die Stadtentwicklung?
– Lernen aus der Corona-Krise: Lassen sich aus der aktuellen Ausnahmesituation Handlungsempfehlungen für resiliente Arbeitsquartieren ableiten?

Details

Datum:
16.07.2020
Zeit:
14:45 - 16:15

Weitere Angaben

analog/digital:
digital
Titel/Bezeichnung Online Treffpunkt (z.B. Zoom, DFN, Webex, etc.):
Webex
Link/URL:
https://uni-kassel.webex.com/uni-kassel/j.php?MTID=mbc1f0580a8685dd629a91115c932f413
Meeting-ID:
137 139 6506
Telefonnummer für telefonische Einwahl:
+49-619-6781-9736
Passwort für telefonische Einwahl:
78238865
Sonstige Einwahloptionen- und informationen (z.B. Passwort, Einwahl via SIP, favorisierter Browser, Headset, etc.):
Passwort: stadtumlandbahn
Hintergrund Veranstalter*innen:
Stadt- und Regionalplanung — Prof. Dr. Frank Roost
Veranstalter*innen Vor- und Nachnamen beteiligte Lehrende:
David Leibrich, Jan Werneke
Ansprechpartner*in Vor- und Nachname:
Jan Werneke
Ansprechpartner*in Emailadresse:
jan.werneke@asl.uni-kassel.de
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