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Wie kommt die Stadt ins Haus? – Schlusspräsentation Einführungsstudio

24.07.2020 - 14:00 - 19:00

Vom Gewebe und Organismus der Stadt bis zum Gefüge des Hauses werden die Grundlagen des Entwerfens weiter ausgebreitet und vermittelt. Das Projekt im Sommersemester ist, wie im Wintersemester, in einzelne Arbeitsschritte und Entwurfsaufgaben gegliedert, die, aufeinander aufbauend, den Weg vom Großen – dem städtebaulichen Kontext – zum Kleinen – dem architektonischen Gefüge – beschreiben. Ziel ist ein detaillierter Gebäudeentwurf, der sich konzeptionell aus der urbanen Struktur seines Kontextes ableitet und räumlich mit seiner Umgebung kommuniziert.

Während wir uns im Wintersemester mit der Typologie des Hofhauses beschäftigt haben, einer sehr introvertierten Form, werden wir uns im Sommersemester mit dem typologisch genau gegensätzlichen Modell beschäftigen, mit dem Verandenhaus, oder „freier“ formuliert: dem Freiraumhaus.
Das Freiraumhaus ist ein sehr extrovertiertes Gebäude, es wendet sich dem Stadtraum zu, kommuniziert mit seinem Umfeld, und drückt sein architektonisches Konzept nach Außen aus.
Das Freiraumhaus lehnt seine Idee am Konzept der Freiluftschule an – einem Gebäudetypus Anfang des 20.Jahrhunderts, dessen architektonische Idee sich auf der Krankheitsprophylaxe begründet. Freiluftschulen wurden für Tuberkulose gefährdete Kinder gegründet, und aufgrund ihrer Klassenräume, die als Außenräume in den Gebäuden verankert sind, boten sie Behandlung und Bildung zugleich. Ihre Gründung bezog sich aus den Erfahrungen der Lungenheilanstalten Ende des 19.Jh, es entstanden radikale Architekturen, als Beispiel die Openluchtschool voor het gezonde Kind, von Johannes Duiker.
Radikale Zeiten fordern radikale Ideen.
Wir entwickeln ein Freiraumhaus als kleine gemeinnützige Wohnform kombiniert mit einer öffentlichen Nutzung, welche sich im Außenraum des Gebäudes befindet. Diese Nutzung des Außenraums ist unser Freiraum, Schnittstelle und Kommunikationsort zur Stadt. Der Freiraum begründet das Konzept unseres Hauses.
Der Freiraum leitet sich auch aus unserer momentanen Krisensituation ab, wir wollen reflektieren, ob der uns auferlegte Rückzug ins Private, in unsere Wohnung, und das damit einhergehende stillgelegte öffentliche Leben, andere räumliche Ausweichmöglichkeiten braucht, und ob die Schnittstellen zur Stadt nicht generell vergrößert werden müssten, krisenunabhängig.

Details

Datum:
24.07.2020
Zeit:
14:00 - 19:00

Weitere Angaben

analog/digital:
digital
Titel/Bezeichnung Online Treffpunkt (z.B. Zoom, DFN, Webex, etc.):
zoom-Meeting
Link/URL:
https://uni-kassel.zoom.us/j/96074581020
Meeting-ID:
960 7458 1020
Hintergrund Veranstalter*innen:
Entwerfen im städtebaulichen Kontext — V.-Prof. Barbara Ludescher
Veranstalter*innen Vor- und Nachnamen beteiligte Studierende:
Ahmed Hassan, Balci Selin, Brinkschröder Janek, Böttjer Moritz, Cebeci Selin, Eyrich Victoria, Frank Erik, Freyberg Leonie, Gorb Daniel, Heesen Antonia, Just Enrik, Kienold Lara, Kovalevitsch Kevin, Kretzer Angelina, Lindemann Julius, Pan Amy.Ting-Yu, Pook Johanne, Remich Natalja, Schulze Franziska, Vu Angelika Witzel Sina
Veranstalter*innen Vor- und Nachnamen beteiligte Lehrende:
V-Prof.Barbara Ludescher, Jasper Krause, Paul Ruhnau
Ansprechpartner*in Vor- und Nachname:
Barbara Ludescher
Ansprechpartner*in Emailadresse:
ludescher@asl.uni-kassel.de
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