Das Projekt beschäftigt sich mit der Erschließung und Umnutzung einer landwirtschaftlichen Scheune in Büro/Werkstatt/Atelier mit Wohnung. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gilt das Gebot, ausschließlich ökologische Materialien und erneuerbare Energien zu verwenden. Konstruktive Problemstellungen in puncto Geschosshöhen führen zu einer interessanten Architektur. Vertiefend in Atmosphäre, Konstruktion und TGA folgt aus dem Projekt die Bachelorarbeit. 

Die ehemalig landwirtschaftlich genutzte Scheune liegt in Hümme, einem Ortsteil von Hofgeismar im Dreiländereck Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Hümme ist mit ca. 1500 Einwohner eines der grösseren Dörfer in dem Ortsverbund Hofgeismars. Die Bewohner kämpfen um ihr Dorf. Mit Strassenbahnanbindung, einigen Unternehmen - darunter sog. hidden champions - und entsprechenden Einkaufsmöglichkeiten, funktionert Hümme und scheint vom demografischen Wandel verschont. Eine eigene Grundschule sowie Kindergarten stellen sicher, dass die Menschen in Hümme bleiben. 

Leerstehende Gebäude findet man selten, ebenso wie miet- oder kaufbare Objekte. Wohnraum ist in diesem Ort, aufgrund seiner Infrastruktur, sehr gefragt. Daher ist die Schaffung von Wohnraum nicht nur ein Argument für die Umnutzung der Gebäude, sondern auch für die Finanzierbarkeit. Die selbstgestellte Aufgabe war, aus einer leerstehenden ehemals landwirtschaftlich genutzten Scheune und alten Stallungen, ein Büro bzw. Atelier mit Studio, Werkstatt und eigener Wohnung, zu entwerfen. Ziel ist, mittels Freisstellungantrag, die Umnutzung durchzuführen. Die Landwirtschaft wird auf diesem alten Bauernhof seit mindestens 60 Jahren nicht mehr betrieben. Das genaue Alter der Gebäude ist nicht bekannt, wird aber um ca. 1900 angesiedelt. Bestandspläne gab es keine mehr, was im ersten Schritt  erforderlich machte, den Bestand aufzumessen. 

Entstanden ist eine Atmosphäre, welche zum konzentrierten und kreativen Arbeiten aber auch zum entspannten Wohnen einlädt.

Fachwerkscheune
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