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Erik Frank

Das Blumenfenster

Vertikal Projekt: SoSe 2026
Fachgebiet: Entwerfen und Gebäudelehre

5. Das Blumenfenster - Erik Frank

Herkunft und Bedeutung des Blumenfensters sowie seine Verbindung zum Aschrott-Altersheim und seine Inszenierung innerhalb der Ausstellung.

Anlass ist die Bauhäuslerin Katt Both aus Kassel, deren Geschichte bislang noch nicht erzählt ist. Ihr erst kürzlich entdeckter Nachlass zeigt sie als eine mutige Persönlichkeit, die die Gesellschaft der 1920/30er Jahre aktiv mitgestaltet hat und deren künstlerische Ideale durch die politischen und kulturellen Erschütterungen und die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 aus den Angeln gehoben wurden. Wir nehmen den 120-jährigen Geburtstag von Katt Both, der 2025 mit dem 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses in Dessau einhergeht, zum Anlass, um erstmalig auf diese Ausnahmefrau in Architektur, Design und Fotografie aufmerksam zu machen.

Katt Both erweiterte, wie auch andere Architektinnen ihrer Zeit, die Paradigmen des Neuen Bauens aus einer gebrauchsorientierten und künstlerisch-atmosphärischen Perspektive und sie gibt Einblick in das Lebensgefühl der Neuen Frau. Bis 1933 hat sie an herausragenden Projekten in den international anerkannten Büros von Gebr. Luckhardt & Anker sowie Otto Haesler gearbeitet.

Inhalt des Symposiums „Frauen gestalten radikal anders“ ist eine Hommage an Katt Both und gleichzeitig ein Auftakt, die innovative Kraft von Frauen am Bau zu erleben und zu begreifen. Innovation ist Verantwortung und Chance, einen Perspektivwechsel zu wagen. Ausgangspunkt sind innovativen Ansätze des Neuen Bauens damals anhand des Werkes von Katt Both die uns heute noch/wieder zeitaktuell beschäftigen.

Unsere Protagonistinnen stehen alle für ein mutiges Neudenken und ein initiatives Andersmachen. Wir haben sie eingeladen, uns Einblick in ihr Werk bezogen auf ihren Werdegang, ihr Engagement und ihre Visionen zu geben. Sie haben alle eine experimentelle Herangehensweise. Sozialökonomische und gestalterischen Aspekte sind für ihre Arbeitsweisen ein wesentliches Argument, um neue Lebenswelten für veränderte gesellschaftliche Bedürfnisse zu schaffen.

Neue Lebenswelten mit dem Fokus auf Mensch und Gemeinschaft werden von den Protagonistinnen aus unterschiedlichen Perspektiven heraus entwickelt: wie zum Beispiel im Umgang mit Material- und Raumressourcen und in Bezug auf Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Auch das Ineinandergreifen von Innen- und Außenraum – betitelt als Naturen – erhält einen besonderen Stellenwert.

 

 

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