Betonierte Flusslandschaft Sarah Schaumburg

Zwei Entwürfe, die in der Lage nicht unterschiedlicher sein können aber sich im Detail vereinen. 

Ein Standort in einem künstlichen gestalteten Landschaftspark direkt zwischen Herkules und Schloss Wilhelmshöhe. Die Topographie des Ortes aufgreifend, Wasser als lebendiger und dynamischer Faktor und doch ein Ort der Ruhe und des Aufenthaltes. 

Die Innenstadt von Kassel, geprägt von klaren Strukturen, breiten Wegen, keiner Topographie und einem Trubel aus Mensch und Verkehr. Mittendrin Aufenthaltsorte mit erlebbaren Wasser und Höhensprung. 

Die vorhanden Materialien nutzen und um Beton und Stahl erweitern. 

Leider sind die Bilder/Pläne aufgrund des geringen Upload-Volumens unscharf.

Entwurf WALD Bergpark Wilhelmshöhe 

Der Entwurf springt verspielt aus dem Baumhain auf die Achse des Bergparks heraus. Er greift die Besonderheiten des Ortes auf und ist ortsspezifisch.

Die vorhandene Topographie wird aufgegriffen und durch Betonelemente heraus geprägt und um Ebenen erweitert. Dadurch wird eine Sitz- & Liegefläche mit verschiedenen Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen. Die Ebenen unterschieden sich im zweistelligen cm Bereich (10 cm, 20 cm, 30 cm Höhenunterschied, maximal 50 cm Höhenunterschied). 

Zudem wird der Ort durch den dortigen Fluss maßgeblich mitbestimmt. Dieser Fluss wird in den Entwurf aufgegriffen und verbreitert. Durch die Höhe und Lage der Betonelemente zu dem Fluss ist ein direktes wahrnehmen und erleben des Flusses möglich. Da die Topographie hangabwärts verläuft und der Fluss mittig durch die Sitz- & Liegefläche läuft, ist es je nach Wasserstand möglich, dass der Fluss die hangabwärts liegende Betonelemente überfließt. Dadurch verändert sich der Ort und auch das Material stetig. Jedoch ist auch der untere Bereich der Sitz- & Liegefläche bei maximalen Wasserstand durch den Höhenunterschied teilweise noch nutzbar. 

Durch die Lage auf der Hauptachse des Bergparks wird eine Blickbeziehung zum Herkules und Schloss Wilhelmshöhe hergestellt. Der Ort lädt zum Verweilen und um das Erlebte Revue passieren zu lassen ein.

Entwurf STADT Königsstraße Kassel

Der Entwurf aus dem Wald wurde in einem kleinen Maßstab in die Stadt implementiert.

Die Königsstraße wird mit einem Höhenspiel mit Wasserlauf bespielt und für die Öffentlichkeit in Aufenthaltsflächen erlebbar gemacht. Zur Ausprägung des Höhenspiels wird sich wenige Zentimeter in den Boden eingegraben oder daraus hervorgesprungen, dies geschieht mit dem vorhanden Pflastermaterial. Dadurch gliedert sich der Entwurf harmonisch in die Königsstraße ein. Dennoch wurde darauf geachtet, dass das Heben und Senken des Bodens sowie die Überschneidungen der einzelnen Ebenen unregelmäßig und unsymmetrisch stattfinden.

 

Wasserlauf

Das Wasser für den Wasserlauf wird durch Regenwasser generiert und das Frischwasser von den Wasserspeiern auf dem Königsplatz und von dem Aschrottbrunnen am Rathaus wird in das System eingespeist. Es soll kein zusätzliches Frischwasser genutzt werden.

Höhenspiel

Es wird sich von der ursprünglichen Geländehöhe nur wenige Zentimeter in den Boden eingegraben oder daraus erhoben. Auch hier ist der Unterschied zwischen mit wasserbelaufene Flächen bei minimalen Wasserstand und den restlichen Bereichen gering, dadurch ist auch hier ein Überlauf des Wassers möglich. Die Erscheinung des Entwurfes bleibt stets dynamisch und verändert sich mit dem Wasser. 

Für die genaue Ausarbeitung des Höhenspiels mit Wasserlauf wurde sich auf einen Teilbereich der Königsstraße beschränkt. Allerdings wurde für die komplette Königsstraße eine Zonierung für Aufenthaltsflächen (pinke Fläche) und ausschließlich Höhenspiel mit Wasserlauf (blaue Fläche) erarbeitet. 

Bei der Zonierung wurden die aktuellen Nutzungen der Königsstraße, z.B. als Ort des Weihnachtsmarktes und die Eingänge der Geschäfte sowie Tramstationen mit beachtet. Um die Königsstraße weiterhin barrierefrei zu gestalten, wurden in unregelmäßigen Abständen Überquerungen über die bespielte Fläche vorgesehen. Diese sind aus Stahl ausgeprägt und der Wasserlauf wird untendrunter weitergeführt. Zudem wurde auf genug Abstand zwischen Gebäudekante, Bereich der Tram und bespielte Fläche geachtet, um auch hier ein sicheres benutzten für Jeden zu garantieren. 

Aufenthaltsflächen

Es wurden 9 Aufenthaltsflächen entlang der Königsstraße mit Neupflanzungen geplant. Zudem werden die Baumbestände auf dem Opernplatz, Friedrichsplatz und Königsplatz mit Aufenthaltsmöglichkeiten bespielt. Durch die Neupflanzungen und die Nutzung der vorhandenen Baumstrukturen wird die Innenstadt begrünt und die Aufenthaltsmöglichkeiten beschattet und geschützt. Zudem heben sie sich so nochmal räumlich von dem "normalen" Höhenspiel mit Wasserlauf ab. Ergänzt werden die Aufenthaltsflächen um Bänke und Hocker aus Beton. 

Teilbereich Königsstraße

Darstellung der Aufenthaltsbereiche im ausgewählten Teilbereich und dessen Höhenangaben

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