Linien der Berliner - Lifestyle nachjustiert

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Schwarzplan | Analyse

Maßnahmenplan

Tourist*innenströme

Im vorher/nachher Vergleich wird für das gesamte Quartier eine Entzerrung der problematischen Raumbeziehungen deutlich. Unsere Interventionen führen dazu, dass der Raum an einzelnen identifizierten Engstellen mehr Menschen gleichzeitig aufnehmen kann und somit das Kapazitätsproblem gelöst wird.

Auguststraße - von Autos befreit

Wegfall der Parkplätze schafft mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Ein einheitlicher Bodenbelag verbindet August-, Tucholsky- und Linienstraße visuell für einen besseren thematischen Zusammenhalt. Dezente Akzente im Belag sorgen für eine Verbindung der Schaufenster miteinander (oftmals Galerien). Übernahme der durchgehenden Linie Für die Radfahrer*innen nach Berliner Konzept zur verbesserten Verkehrsführung. Multifunktionale Faserbetonplatten von extrem langlebigen, leichten Elementen mit minimalem Strukturquerschnitt die sich in den Raum verteilen, lassen sich leicht anheben und mit Hebegurten handhaben und können mit Stützen montiert.

Rooftop Fußballplatz - multifunktioneller Raum

August- und Linienstraße weisen ebenfalls Kapazitätsprobleme auf, die vor allem daraus resultieren, dass beidseitig parkende Fahrzeuge den Raum für Fußgänger*innen einnehmen. Aufgrund der engen Situation in diesen Straßen und der dichten Bebauung, musste eine unkonventionelle Lösung gefunden werden um den ruhenden Verkehrs aus dem Straßenraum zu verbannen. Unsere Lösung ist den bestehenden Fußballplatz schweben zu lassen und eine Parkgarage sowie Mannschaftsräume unter ihm unterzubringen. Im Zuge dessen wurden auch die bisher in einer Sackgasse endenden Zufahrtsstraßen geordnet und am Ende mit Rampen versehen. Zudem ist ein neuer Vorplatz - begehbar von der Linienstraße - entstanden, welcher die Eingangssituation des Platzes unterstreicht und ihn durch eine Treppenlandschaft erreichbar macht.

Hackescher Markt

Der Hackesche Markt ist einer der beiden Hauptverkehrsknotenpunkte im KunstKiez und leidet dadurch stark unter den Auswirkungen des Over Tourisms. Um die Überlagerung von Tourist*innenströmen und Anwohner*innen aufzulösen, wurde der Platz neu strukturiert. Klare Linien im Pflasterband begrenzen die bisher wild auskragende Außenbestuhlung der anliegenden Restaurants und befreien die historischen Fassaden. Sie sorgen gleichzeitig für freibleibende Kernwegebeziehungen zwischen den Eingängen des Bahnhofs und der Verbindung zwischen Kiez und Spree. Eine veränderte Verkehrsführung am nördlichen Ende des Platzes ermöglicht den Ausschluss des motorisierten Verkehrs und löst die Barrie der Fahrspuren sowie die flaschenhalsähnliche Situation der bestehenden Fußgängerampel auf und lässt die Menschen frei über den Platz schreiten. Ein durchgehend einheitlicher, wenn auch an manchen Stellen farblich akzentuierter, Pflasterbelag trägt zur neuen Ordnung des Platzes bei.

James-Simon-Park

Im James-Simon-Park werden ebenso mit minimalen Eingriffen die Kapazitätsprobleme des Tourismus behandelt. Um eine stärkere Verbindung mit der Gastronomie am Hackeschen Markt zu schaffen, entsteht eine aufgeständerte Terrassenkonstruktion. Diese ermöglicht eine bessere Durchwegung vor den Restaurants, die sich unter der Hochbahn befinden und schafft einen separaten Gastrobereich, der sich optisch auch vom mittig im Park verlaufenden Weg absetzt.

Als weitere Intervention wird die enge Durchgangssituation vom James-Simon-Park zum Monbijoupark mit Hilfe von einer Erweiterung der Unterführungen umgesetzt. Insgesamt werden zwei neue Durchgänge geschaffen, von denen einer für den Fahrradverkehr vorgesehen ist, um Begegnungskonflikte von Fuß- und Fahrradverkehr zu dezimieren.

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